Im April 2004 veranstalteten die Gemeinde Ramingstein, das österreichische Alpenforum, die Bioregion Murau und viele Interessierte eine Sondertagung zum Thema "ein Biosphärenpark Lungau- Murau als Entwicklungsperspektive für die Region"
Viele namhafte Experten sprachen sich dafür aus.
Im Anschluss an diese Sondertagung gründete das Lungauer Frauen Netzwerk mit interessierten Frauen und Männern eine Arbeitsgruppe um diese Arbeit in Richtung Biosphärenpark im Lungau voranzutreiben und den Kontakt zur Region Murau aufrecht zu erhalten.
Leiterin der Arbeitsgruppe : Elisabeth Löcker
Was ist bisher geschehen:
- Gründung Mai 2004
- Zusammentragen der bisherigen Ergebnisse und Arbeiten in Richtung Biosphärenpark
- Beteiligung an einer Fahrt zu den Biosphärenparks Grosses Walsertal und Entlebuch
- Erarbeitung eines Situationsberichtes für die Region Lungau
- Zusammenarbeit mit der Gemeindeentwicklung Salzburg
- Laufender Kontakt mit der Bioregion Murau
- Vorgespräche mit Wirtschaftskammer, Bauernkammer und Ferienregion Lungau
- September 2004 Vorstellung der Biosphärenpark-Idee bei allen Bürgermeistern im Lungau
- Teilnahme an der Tagung der Bioregionen in St. Blasen bei Murau.
- Oktober 2004: Vorstellung des Projektes "Lebensraum Lungau- unsere Biosphäre" in einer Verbandsversammlung des Regionalverbandes Lungau
das Projekt sieht eine breite Diskussion in der Bevölkerung zum Thema Biosphärenpark vor - wichtig ist , dass eine Entscheidung in Richtung Biosphärenpark vor allem auch von der Lungauer Bevölkerung getragen wird.
- Erarbeitungen zu Thema: eine Bioregion als weitere Entwicklungsperspektive
- Treffen der Bioregionen in Schlierbach
- Abschlusstreffen der Bioregionen in Seeham
Ein Treffen auf Einladung des Regionalverbandes mit Vertretern der verschiedenen Bereiche wie Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft, Regionalverband mit Bürgermeistern und der Moderation der Gemeindeentwicklung Salzburg, im März 2004 brachte recht positive Stimmen zur Biospärenparkidee.
Biosphärenparkmanagerin Fr. Mag. Reutz-Hornsteiner referierte über den BSP großes Walsertal.
Ergebnisse dieses Workshops: Alle Vertreter welche von den Kammern für diese Veranstaltung entsandt wurden sprachen sich für die rasche Weiterführung des Prozesses aus. Nächste Schritte: Kontaktaufnahme mit dem österreichischen Nationalkomitee für MAB und Einholung der Sicht des Naturschutzes.
Für eine Präsentation beim MAB Komitee werden von der Gemeindeentwicklung Fr. Dr. Anita Moser Unterlagen vorbereitet.
- Gemeinsam mit der Region Nockberge und mit dem Alpenforum International ( Dr. Meerkamp van Empden) Einreichung des grenzübergreifenden Projektes " Murquell Lebensraum" beim Wettwerb der CIPRA- eine Biosphärenregion Lungau-Murau-Nockberge
- 1. August 2005 Teilnahme am Workshop des MAB-Komitees in Wien: Thema Erstellung eine Kriterienkataloges für Biosphärenparks in Österreich.
Fr. DDr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung Salzburg bereitet eine Präsentation vor, welche im Wesentlichen Grundlagendaten und mögliche weitere Schritte umfasst. Diese Präsentation wurde mit den VertreterInnen der Kammern, des Regionalverbandes und der Arbeitsgruppe diskutiert. Am 19. Oktober fand ein Präsentationstermin bei MAB -Komitee (Vorsitzender Prof. Grabherr) in Wien statt.
Fazit: Das MAB Komitee findet die Bemühungen im Lungau gut. Legt der Delegation aber eine intensive Befassung der Kernzonendiskussion nahe ebenso die Abklärung der Unterstützung des Bundeslandes Salzburg. Der "Biosphärenpark Wienerwald" - (inzwischen 2. österreichischer Biosphärenpark nach der Sevilla-strategie) Einreichungsunterlagen und Konzeptaufbau ist ein gutes Beispiel für weitere Projekte im Lungau.
Der Regionalverband Lungau übergibt das Projekt der Gemeindeentwicklung Salzburg
- Das RegioMarket-Projekt " Lebensraum Lungau" wird mit einem Workshop am 24. April 2006 in Tamsweg gestartet. Projektleitung: Mag. Christine Stadler
Es entstehen 3 Arbeitskreise:
- Alternative Energie und Wirtschaft
- Landwirtschaft und Lebensmittel
- Dienstleitungen und Tourismus
- Im Rahmen dieses Projektes besuchten etliche Lungauer TeilnehmerInnen das große Walsertal in Vorarlberg. Das große Walsertal ist der erste in Österreich nach der Konferenz in Sevilla anerkannte Biosphärenpark. Die TeilnehmerInnen konnten wichtige Tipps für einen Weg des Lungaues zum Biosphärenpark erhalten.
- Exkursion nach Weiz und Güssing im Sommer 2006 bringt Impulse zum Thema nachhaltige Energiewirtschaft und Energieautarkie im Lungau.
- Vorarbeiten und Vorgespräche zur Zonierungsplanung wurde von Hrn. Dr. Hocevar durchgeführt
- Gemeinsam mit der Bauernkammer konnten Erstinformationen durch eine Präsentation von Elisabeth Löcker für die Lungauer Bauern durchgeführt werden
- Prof. Ammon von der BoKu Wien hält einen Vortrag über Möglichkeiten von Biogasanlagen im Lungau
- Aus dem Programm entstehen einige Projekte welche aus in Broschüren dokumentiert werden:
- Lungauer Arche (Mag. Gunther Nynar)
- Kräuterinitiative Lungau (Rosalie Hötzer)
- Zederhauer Spezialitätenkorb und Hüttenroas (Naturpark Rieding)
- Zusammenarbeit mit LuPowder (Herbert Spreitzer und Josef Essl)
- Ausarbeitungen zur Alternativen Energie (Mag. Willi Resch)
- Ausarbeitungen zur sanften Mobilität (Fr Gudlaugson, Dr. Hocevar)
- Zur Abschlussveranstaltung im Haus für Wirtschaft und Bildung konnte der Gesamtleiter des EU-Projektes RegioMarket Ludwig Karg aus München und Prof. Winter (kulturelle Sonderprojekte) begrüßt werden
Die Zonierungsplanung und Machbarkeitsberechnung wird vom Regionalverband Lungau gemeinsam mit der Bezirksbauernkammer und der Wirtschaftskammer übernommen, ausgeschrieben und im Jahr 2007 durchgeführt durch das technische Büro Natur und Umwelt der SLK durchgeführt.
2008 werden die Gespräche mit Grundbesitzern erfolgen und die weiteren Schritte in Richtung Politik sollen erfolgen.