Naturpark
Grebenzen
Ein Millionenheer von Touristen überflutet alljährlich den Alpenbogen, das bedrohteste, intensivst genutzte Ökosystem der Welt. Dieser Raum ist damit schutzlos sich selber überlassen, wenn nicht wir Bewohner – wir Eingeborene – uns um diese Schatztruhe Natur kümmern und sich ihrer annehmen. Wir erkannten den Wert des hochwertigen Lebensraumes mit vielfältigen Zukunftsperspektiven, dessen Stabilität müssen wir einem Gleichgewicht von Ökologie und Ökonomie bewahren und die Verantwortung für dieses empfindliche Ökosystem übernehmen.
Die Zielsetzung der Nachhaltigkeit war für uns von höchster Priorität und hatte für Fördergeber Modellcharakter, da unsere Entwicklung in einer Vernetzung Natur – Kultur – Tourismus – Landwirtschaft besondere Aufmerksamkeit erlangt hat.
Die Bezirke Murau und der Lungau sind ebenso reichhaltig mit Naturschätzen ausgestattet; dies wurde von vielen Persönlichkeiten erkannt und visionär diskutiert. Es gab z. B. einen Plan, diese Bezirke in reines Jagdland umzuwandeln. Freiborn wollte 1970 einen NP Österreich Mitte aus beiden Bezirken schaffen! Dozent Dr. Nieslein hatte auch sofort eine Studie parat. Freiborn beglückte den Lungau auch mit der Autobahn un ich erinnere mich, wie er beklatscht und bedankt wurde. Segen für die einen und Fluch für die anderen, die Betroffenheit kann eng beisammen liegen.
So sind wir heute vorsichtig geworden und fragen die Gesellschaft welche Zukunftsvisionen sie hat. Die Eingeborenen wünschen sich Lebensqualität, ein funktionierendes Dorfleben, einen gesicherten Arbeitsplatz, ein „Stopp“ der Verarmung im ländlichen Raum.
Vielmehr wünscht sich auch die Gesellschaft von morgen:
Man spricht sogar vom Kulturerbe und bestraft die Zechpreller der Natur. Die Gesellschaft und die hohe Politik wollen also den ländlichen Raum beleben. Man stellt für innovative Projekte auch Finanzmittel zur Verfügung – die EU jährlich 15 Milliarden Euro für alle Staaten. Österreich bekommt 1 Milliarde. Von 2007 bis 20013 soll diese Summe noch erhöht werden.
Diese für uns wichtige Strategie wurde anlässlich einer österreichisch – bayrischen Strategietagung im April 2002 und bei der EU Schlusskonferenz über ländliche Entwicklung in Salzburg im November 2003, und in Pressekonferenzen in Statement von Dr. Fischler untermauert. Aus den Zitaten war zu erkennen, dass man auch in der EU mittlerweile überzeugt ist, dass mit der letzten Kuh sich auch der letzte Gast verabschieden wird und wer sollte dann in diesen Räumen gemolken werden, wenn nicht Hilfe von außen kommt, zur Förderung der ländlichen Räume. Ich verspürte bei dieser Tagung zum ersten mal: „man braucht uns“.
Dies ist einer der Gründe zur Schaffung dieser Biosphärenregion und wir möchten den Naturpark in dieses Umfeld einbringen.
Durch den Zusammenschluss dieser Großräumigkeit mit verschiedensten ökologischen hochwertigen Angeboten, der intakten Kulturlandschaften und der aufgeschlossenen Bevölkerung ergibt sich ein Angebot von:
Das Projekt „Bioregion und genfreie Zone“ würde das Angebot noch verstärken, da Umweltaspekte bei der Wahl des Urlaubsortes von eminenter Bedeutung sind. Dieses Projekt Biosphärenregion hätte das Image von einer vielfältigen Modellregion, wir wären Marktleader auf dem Angebotssektor Tourismus und würden der nachfrage, der Wünsche der Erholungssuchenden in dieser ökologischen Zeitrechnung entsprechen. Man spricht von „Mitwelt“ und betrachtet diese als strategischen Pfeiler in der Dimension der Zukunftspolitik.
Der Naturpark Grebenzen unterstützt die Schaffung der Biosphärenregion und wir sind bereit unser Knowhow ein zu bringen. Die Schaffung der Naturparke brachte für uns eine fundamentale Entwicklung. Die Basis Natur ist Kapital, Schöpfungswert und auch Wertschöpfung wenn wir mit den Naturgesetzen in friedlichem Einklang leben.
Wir muss wachsen, dann brauchen wir nicht weichen! Glück auf!!
Autor:
Johann Kölbl
Obmann Naturpark Grebenzen
Hauptplatz 4
A-8820 Neumarkt
Österreich