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„Nachhaltigkeit und Energieautarkie“ Die Bioregion Murau auf dem Weg zur Biosphärenregion? Seit zwei Jahren arbeiten nun Vertreter aus der Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus an gemeinsamen Initiativen und Kooperationsprojekten im Rahmen der Bioregion Murau. Nachhaltiges Wirtschaften und regionales Kreislaufdenken stehen dabei an oberster Stelle. Die Arbeitsgemeinschaft der Bioregion sieht sich als regionalpolitisches Projekt, in dem neben der Land und Forstwirtschaft auch das Gewerbe, die Wirtschaft und der Tourismus im Sinne einer offensiven Regionalentwicklung eingebunden sind. Das ehrgeizige Ziel: Die Region Murau als Bioregion zu positionieren, touristische Aspekte nach diesem Ziel auszurichten, die bäuerliche Direktvermarktung weiter zu stärken und – als großes vorhaben spätestens ab dem Jahr 2015 in der Bioregion Murau nur noch biogene Brennstoffe (=Holz) für Heizzwecke zu verwenden! Murau ist mit diesem Projekt das schon viele Erfolge erzielt hat, österreichweit führend und mittlerweile als Pilotprojekt anerkannt! Ausgangssituation Der Bezirk Murau bietet einen unerschöpflichen Reichtum an Kultur und Naturverbundenheit. Im Speziellen hat der Naturpark Grebenzen eine Vorreiterrolle übernommen. Die Erhaltung unserer wertvollen und besonders reizvollen Landschaft steht wohl an oberster Stelle. Daraus ergibt sich, dass im Bezirk Murau alle Landwirte von der intensiven Landwirtschaft abgewendet haben und im österreichischen Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) teilnehmen. Der Anteil an anerkannten Biobetrieben liegt im Bezirk Murau bereits bei 25%. Dabei sind sämtliche Richtlinien des biologischen Landbaues einzuhalten, da diese auch ständig den strengen Biokontrollen ausgesetzt sind. Weiters gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe, welche sich das Prinzip der Nachhaltigkeit zur Lebensaufgabe machen. WAS HEIßT BIO? Bio ist mehr als nur der Verzicht auf Chemie! Ganzheitlich vernetztes Denken und ein möglichst geschlossener Betriebkreislauf mit einer vielfältigen Struktur sind die Grundlagen und eine Vorraussetzung für eine erfolgreiche nachhaltige Wirtschaft. Die natürlichen Ressourcen werden dabei geschont und künftigen Generationen weitergegeben. Nachhaltiges Wirtschaften ist ein ganzheitlicher Ansatz, den sich die Bioregion Murau mittlerweile zum Leitziel gesetzt hat. Säulen der Bioregion Murau
Schwerpunkte und Ziele Land und Forstwirtschaft Wirtschaft Ökologie und Umwelt Bioenergie Die Bioregion Murau auf dem Weg zur Biosphärenregion? Zum Unterschied zur Bioregion gibt es in der Biosphärenregion von der UNESCO international anerkannte Richtlinien und Kriterien für jene Regionen, die gelebte Modelle einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Bewirtschaftung praktizieren. In einer Biosphärenregion geht es demnach um eine nachhaltige Entwicklung und um eine ökologisch/ökonomisch abgestimmte Erneuerung, welche nicht auf Kosten der natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen angelegt ist. Somit wäre die Entwicklung der Bioregion Murau zu einer Biosphärenregion eine logische Schlussfolgerung, da Schwerpunkte zur Zielsetzungen ähnlich gelagert sind. Biosphärenregionen sind international anerkannt und könnten somit für die Region Murau sowohl wirtschaftlich als auch touristisch einen großen Zusatznutzen bringen. Vorrausetzung dafür ist aber auch eine Konzeption einer langfristigen Strategie zur Planung und Umsetzung jener Maßnahmen, welche schließlich für eine Anerkennung einer Biosphärenregion Vorrausetzung sind. Für die Erarbeitung dieses Prozesses muss die Bevölkerung und die öffentlichen Stellen aktiv eingebunden werden. Eine finanzielle Unterstützung von der öffentlichen Hand einerseits für die Konzeption, anderseits aber auch für die Umsetzung jener Projekte und Maßnahmen, welche in Richtung „Nachhaltiges Wirtschaften“ abzielen, sind unumgänglich. Somit könnte sich die BioRegion Murau ev. gemeinsam mit dem Bezirk Lungau zu einer Biosphärenregion weiterentwickeln, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern und somit die Abwanderung aus unseren peripheren Regionen zu stoppen
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