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Entwicklungsperspektive BIOSPHÄRENPARK
„Kann eine vermeintlich unterentwickelte Region ihre ökologische
Unversehrtheit in ein wirtschaftlich erfolgreiches Vorzeigeprogramm
einbringen?
Eröffnet der Biosphärenpark zusätzliche Förderungsmöglichkeiten
seitens des Regionalmanagements?“

Z I E L
- Entwicklung von Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Lebensräume und Erhaltung der natürlichen Vielfalt
in weiträumigen Kultur und Naturlandschaften von nationaler Bedeutung
- Biosphärenpark ermöglicht mosaikartige Zonierung in Kern, Pflege und Entwicklungszonen
- Ziele der „Erhaltung der Kulturlandschaften“ und „Schutz typischer Naturlandschaften“ auf gleichwertige Ebene
- Bietet Möglichkeit zur Harmonisierung von Nutzungsinteressen
Zentrale Fragestellung:
- Ist Schutzstatus bzw. Errichtung eines „Biosphärenpark“ möglich, sinnvoll und zweckmäßig?
- Bsp: Wienerwald – existierende Vor/Nachteile
einzigartige Biodiversität – reiche Kulturlandschaften Bevölkerungszuwachs – steigender Erholungsdruck –
forst und landwirtschaftliche Nutzung – fortschreitende Zersiedelung – Fragmentierung – stark befahrenes
Straßennetz
Voraussetzungen Biosphärenpark
- Ökologisch tragfähige und ressourcenschonende Konzepte zur Gewährleistung einer nachhaltigen Regionalentwicklung
- Ausreichende finanzielle Ausstattung des BP und Errichtung
einer mit ausreichenden finanziellen Ressourcen ausgestatteten
Verwaltung sowie fachlichen Betreuung
- Enger Kontakt mit lokaler Bevölkerung und deren Einbindung bei
Planung und Einrichtung (UNESCO)
Regionalwirtschaftlicher Nutzen eines Biosphärenparks
- „Indem Biosphärenparks die umweltgerechte, wirtschaftliche
Entwicklung der Region durch Strategien wie zB der Förde rung
des ökologischen Landbaus und der Direktvermarktung,
der Verwendung regenerativer Energien oder der Entwick lung
eines sanften Tourismus zum Ziel haben, verstehen sie
sich auch als Instrument der Regionalentwicklung“. Sie sind
daher „(...) nicht nur ein Instrument des Naturschutzes und
der Erholungsvorsorge, sondern auch ein wichtiges Instru ment
der Raumordung und Wirtschaftsförderung (..)“
(KÜHN, M., 2000)
Möglicher regionalwirtschaftlicher Nutzen

Möglicher Ökonomischer Nutzen und soziale Chancen
- Imagegewinn durch Markenzeichen „Biosphärenpark“
(Steigerung d. Bekanntheitsgrades, Wettbewerbsvorteil für
regionale Produkte und als Tourismusdestination)
- Erlangung eines internationalen Gütesiegels für eigene Produkte
und Dienstleistungen
- Stärkung der regionalen Identität (Erhaltung der Kulturlandschaft
als Ressource für regionale Landwirtschaft und Tourismus,
Qualitätssteigerung des Angebotes – Qualitätstourismus)
- Wirtschaftliche Impulse für Region konkrete Zahlen sind kaum dokumentiert
- Diversifizierung der lokalen Ökonomie
- Positive Auswirkungen auf regionalen Arbeitsmarkt durch Umsetzung
eines Biosphärenparks mit regionalen Wirtschaftskreisläufen
und umweltverträglicher Regionalentwicklung
- Entwicklung einer regionalen Kreislaufwirtschaft von der
Energieversorgung (zB Biomasse) bis zum Produkt
- Einnahmen für Gemeinden (Steuern)
- Verbesserung der lokalen Infrastruktur (öffentlicher Verkehr, Kommunikation)
- Potenzial bzw. Positive Einflüsse auf Primär, Sekundär und Tertiärproduktion in Region
- Hauptprofit im Bereich Tourismus bzw. Naherholung und Land wirtschaft
- Initiativen zur Förderung von Existenzgründungen
- Erhöhte Arbeitsmarkteffekte durch Integration von Entwicklungsagenturen
und Arbeitsförderungsgesellschaften
Kostenabschätzung
- Kosten für Errichtung und Betrieb schwer abschätzbar
- Errichtungskosten
Infra, Organisationsstruktur und Verwaltung (Personal
fachlich qualifiziertes und umsetzungsorientiertes, Büro,
Miete, Infotafeln, Verkehrslösungen, etc.)
- Planungs und Erhebungskosten (Aufbau, Ablauforganisation, Soll-Ist-Analyse,
Forschung, Dokumentation)
- Startfinanzierung zur Stimulation regionalwirtschaftlicher
Projekte
- Marketing und Kommunikation
- Entschädigungszahlungen (Kernpunkt)
- Förder und Anreizsysteme – Erhaltung und Förderung
der Vernetzungsstrukturen in Pflege und Entwicklungszone
Mögliche Förderungen und Finanzierung
- Bringen keinen direkten ökonomischen Nutzen für Region
- Anreiz zur Entwicklung und Förderung von Projekten, die
langfristig positive wirtschaftliche Effekte bringen können/sollen
- Prinzipiell steht in Großschutzgebieten eine große Zahl an Fördertöpfen verschiedener Ebenen wie EU, Bund und
Länder zur Verfügung
- EU bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Erhalt von Förderungen für Projekte der ländlichen Entwicklung
- LIFE als Basisförderung für die Einbeziehung von
Umweltaspekten und nachhaltiger Entwicklung in der
Raumplanung
- STEFREI als Fördermöglichkeit für die Vorbereitung der Ideen,
wie es genau zum Biosphärenpark kommen kann und wer was
wann und wie beitragen kann – Gemeinden und Firmen etc.
- LEONARDO unterstützt bei ExpertInnen-Austausch zur Aneignung von Knowhow
für den Bereich Biosphärenpark (und erfordert einen Bildungsaspekt dabei => Weitergabe des Gelernten)
- Sechstes Aktionsprogramm für die Umwelt
Umweltaktionsprogramm 2001-2010 der EU
- CRAFT Kooperationsforschung von Unternehmen
- SYNERGIE Programm zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Energiebereich
- ALTENER – Förderung der erneuerbaren Energieträger
Autor:
Mag. Jochen Ruprechter
EU-Regionalmanagement
Obersteiermark West
A-8740 Zeltweg
Bundesstrasse 66
Tel.: 03577/758 320
email: office@murtal.at
Homepage: http://www.murtal.at
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