CO2-Gutschriften
Handel fürs Klima
Am
01. Januar 2005 hat die Europäische Union das weltweit erste internationale
Handelssystem für CO2-Emissionsgutschriften realisiert.
Seit
Januar 2005 haben die Mitgliedsstaaten der EU damit ein zusätzliches Instrument
zur Verfügung, um ihren Reduktionsverpflichtung gemäß Kyoto- Protokoll
nachzukommen.
Der
Europäische Emissionshandel (ETS) gehört zu den sogenannten flexiblen
Instrumenten. Man unterscheidet hierbei zwischen den beiden Instrumenten Joint
Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM).
Joint
Implementation Projekte werden in Industrie- oder Transformationsländern
durchgeführt, die eine Kyoto -Verpflichtung eingegangen sind. Für die
erzielten Reduktionen erhält der Initiant Emissionsgutschriften.
Der
Clean Development Mechanism unterscheidet sich von einem Joint Implementation
dadurch, dass das Projekt in einem Entwicklungsland durchgeführt wird.
Die
Emissionsgutschrift kostete im Mai 2005 rund 18 € pro Tonne CO2.
In
Deutschland wurden die an CO2-Emittenten in der Initialphase des Handels
Emissionsgutschriften (Bezugsrechte) im Wert von 28 Mrd. € ausgegeben.
In
den USA läuft der Emissionshandel derzeit auf Basis freiwilliger Verpflichtung
von 75 Grokonzernen, Finanzinstituten, öffentlichen und privaten Organisationen
wie IBM, Rolls Royce und Motorola oder BP, obwohl die Vereinigten Staaten dem
Kyoto-Protokoll nicht beigetreten sind.
Literatur:
"Handel fürs Klima", Climate-Press, ProClim 20, März
2005
Global Warming - Publications, US Emissions Inventory 2005,
U.S. Environmental Protection Agency
http://yosemite.epa.gov/oar/globalwarming.nsf/content/ResourceCenterPublicationsGHGEmissionsUSEmissionsInventory2005.html