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Hinreissender Pöttler-Vortrag über Holz in der Volksarchitektur
Wenn irgendwer weiss, wovon er redet, dann ist es beim Thema Holz als Werkstoff der Volksarchitekt Univ.-Prof. Dr. h. c. Dr. Victor Herbert Pöttler. Dementsprechend ausgezeichnet besucht war Donnerstag im Wappensaal des Hotel Lercher sein mit Lichtbildern untermauerter Vortrag im Rahmen der Sommerakademie Murau. Dass der Planer, Begründer und unermüdliche Motor des Freilichtmuseums in Stübing dabei auch die Werbetrommel für diesen Kulturschatz rührte, entsprang der mitreissenden Begeisterung des seit 1960 an Stübing arbeitenden Professors für Volkskunde an der Universität Graz. Er tritt für Holz in sinnvoller Verwendung ein, wie es Jahrtausende praktiziert wurde, und informierte über das Warum, Wo und Wie. Er machte auf holzartenbedingte Bautechniken in ganz Europa aufmerksam, ging auf Mischbauweisen ein, auf Fachwerk- und Blockbauten, auf die verschiedenen, dem Wetter angepassten Dachkonstruktionen und die verschiedenen Deckungen. Auch aus dem Murtal fanden sich interessante Beispiele.
Bgm. Alfred Kalcher erinnerte in seinem Willkommensgruss an das u. a. mit
der
2. Sommerakademie wieder bewiesene Bemühen der Stadt, die schon international
erreichte Kompetenz in Sachen Holz zu festigen, merkte aber auch die ohne
Sponsoren nicht zu bewältigenden Kosten dafür an.
Alpenforum-Präsident Dr. Dipl.-Ing. lan Meerkamp Embden vermerkte als einen Grund der Alpenforums-Einladung an Prof. Pöttler, dass dieser die Überlegung der Nachhaltigkeit vertritt -"Holz ist nicht nur ökonomischer Werkstoff, nicht nur technisch interessant, nicht nur ökologisch bedeutsam weil nachwachsend, es hat auch Bedeutung für die Bindungen sozio-kultureller Natur: Forstwirtschaft Handwerk, Bautechnik, Kunst!"
H. G. Ainerdinger