Umfrage zum Thema Holz
Zielsetzung und Durchführung der Umfrage
Im Vorfeld des Aufbaus einer integrierten e-Plattform Holz wurde eine Umfrage durchgeführt , um vor Ort die Ursachen für das Nachhinken der Holznutzung hinter dem tatsächlichen Holzwachstum im alpinen Wald, sowie Optionen einer Verbesserung dieser Situation zu erkunden. Außerdem sollten nicht nur die Möglichkeiten einer mengenmäßigen Steigerung der Holznutzung, sondern insbesondere auch die Chancen einer erhöhten Wertschöpfung in der Verarbeitung untersucht werden. Ein hierfür entwickelter Fragenkatalog richtete sich bewusst an Einheimische in der Region selbst, und nicht an Entscheidungsträger von Politik und Verwaltung in der Landesregierung. Die Umfrage sollte damit "bottom up" insbesondere die Zielgruppe der Waldbesitzer, Förster, Forstfachleute, Sägereibetriebe, holzverarbeitende Unternehmen, Vertreter des Holzfachhandels, im Holzbau tätige Architekten, Baufachleute sowie Vertreter kommunaler oder regionaler Institutionen ansprechen, die mit dem Thema Holz befasst sind. Bereits vorgegebene Antwortmöglichkeiten sollten durch den Befragten mit einer Punktzahl von 0 (gar keine Bedeutung) bis maximal 5 (entscheidende Bedeutung) bewertet werden. Die Befragten wurden außerdem ermuntert, in Ergänzung zu den bereits vorgegebenen Optionen eigene Antwortalternativen, sowie persönliche Erfahrungen und Überlegungen ein zu bringen. Von dieser Möglichkeit wurde in erfreulich hohem Umfang Gebrauch gemacht. Allen Beteiligten sei hierfür herzlich gedankt!
Insgesamt wurden 25 Befragungen durchgeführt, davon 16 in Form persönlicher Interviews, 9 weitere auf schriftlichem Wege. 20 Befragungen konzentrierten sich auf den Raum Steiermark, davon 19 im Bezirk Murau. Diese Bezirksstadt erschien für die Befragung besonders geeignet, da Murau und dessen näheres Umfeld bereits ein überregionales Ansehen als "Holzzentrum der Steiermark" gewonnen hat.
Die Befragungen wurden in der Zeit von Anfang Juli 2001 bis Ende August 2001 durchgeführt. Die Resonanz auf dieses Projektvorhaben war überaus erfreulich. Aus der Region selbst wurde keine einzige Interviewbitte abgelehnt. Fast alle Befragten nahmen sich viel Zeit, um zu einer möglichst umfassenden Meinungsbildung beizutragen. Auffallend war die durchgängig positive Grundeinstellung zum Werkstoff Holz bei gleichzeitig kritischer Einschätzung der immer noch stark defizitären Profildarstellung dieses für den Alpenraum eminent wichtigen, nachwachsenden Rohstoffs.
Bei der Umsetzung und Auswertung dieser Projektarbeit hat sich einmal mehr bewahrheitet, dass das integrierte "Gruppenwissen" Bevölkerung deutlich größer sein kann als die einfache Addition von individuellen Einzelantworten!
Projektstudie
Sozialverträgliche Entwicklung des Alpenraumes?
1998 hat das Alpenforum zum Thema
"Sozialverträgliche Entwicklung des Alpenraumes"
eine orientierende Befragung von Bewohnern innerhalb und ausserhalb des Alpenraumes durchgeführt.
Einzelheiten zur Studie und die Ergebnisse dieser Befragung sind in der Schriftenreihe Alpenforum Nr. 2 "Leben in den Alpen - Chancen einer sozialverträglichen Zukunft" zusammengefasst.