27. März, 2003

Schutz des Wassers: Alpenkonvention, Wasserrahmenrichtlinie und Welt-Wasser-Forum

Mit einem eigenen Wasserprotokoll könnte die Alpenkonvention zu einer nachhaltigen Sicherung der Wasserressourcen in der gesamten Alpenregion und damit für einen Grossteil Europas beitragen. Dies hob der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Josef Pröll anlässlich der Auftaktveranstaltung zum UNO-Jahr des Süsswassers "Aquavisionen" am vergangenen Donnerstag, 20. März, hervor. Die CIPRA fordert ebenfalls die Ausarbeitung eines Wasserprotokolls im Jahr des Süsswassers und wird dafür fachliche Grundlagen bereitstellen. Bei dem gleichen Anlass hat der österreichische Umweltdachverband zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie empfohlen, das Wasserrechtsgesetz zu novellieren und ein "nationales Gewässerschutzprogramm" zu erarbeiten. Nur so könne erreicht werden, dass bis zum Jahr 2015 alle österreichischen Gewässer in einen "guten ökologischen Zustand" gebracht werden. Hierbei sei es unabdingbar, von Anfang an Betroffene und Interessierte voll einzubinden.

Das dritte Welt-Wasser-Forum in Kyoto ist mit einer Ministererklärung zu Ende gegangen, die wenig konkrete Massnahmen beinhaltet. Verschiedenen Seiten wie Vertreter von NGO, der UNO oder der EU bedauern dies. Die Schweizer Forderung nach einer nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen wurde hingegen in die Deklaration einbezogen. Die Forderung beinhaltet vor allem den umfassenden Schutz von Wäldern, Feuchtgebieten und Böden, in denen Wasser gefiltert, gelagert und verteilt wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ansonsten der Informations- und Erfahrungsaustausch.

Information: http://www.worldwaterforum.org

Quellen: Lebensministerium
http://www.lebensministerium.at

Umweltdachverband:
http://www.umweltdachverband.at/service/presse/aquavisionen200303.htm
NZZ 24.03.2003

Kontakt:
alpMedia
Im Bretscha 22
Postfach 142
FL-9494 Schaan